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Ansbachische Markgrafenstraße 2017-10-20T09:41:12+00:00

DIE ANSBACHISCHE MARKGRAFENSTRASSE

Lernen Sie auf den Spuren der Markgrafen von Ansbach die fränkische Kulturlandschaft mit ihren Kirchen und Schlössern, Biergärten und Gasthäusern kennen.

Die Ansbachische Markgrafenstraße erzählt die Geschichte des Fürstentums Ansbach in acht Stationen. Mit der Belehnung der Mark Brandenburg am 30. April 1415 wurde aus dem Hohenzollern Burggraf Friedrich VI. von Nürnberg – durch Rangerhöhung Kurfürst Friedrich I. von Brandenburg. Fortan nannten sich alle Burggrafen von Nürnberg zusätzlich auch Markgrafen von Brandenburg.

In Ansbach begründete Markgraf Joachim Ernst die neuansbachische Linie. Als Prinz weilte er an der brandenburgischen Landesuniversität Viadrina in Frankfurt an der Oder. Bekanntester Vertreter der fränkischen Hohenzollern ist Markgraf Carl Wilhelm Friedrich. Dies vor allem wegen seiner ausgeprägten Bautätigkeit, die er mit Hilfe seines Hofarchitekten Leopoldo Rettÿ Wirklichkeit werden liess.

DIE STATIONEN

MARKTSTEFT war der Hafen des Fürstentums Ansbach. Markgräfin Christiane Charlotte ließ einen Kanal mit Hafenbecken graben, um einen Zugang zum Main zu erhalten. In der Regierung ihres Sohnes Carl Wilhelm Friedrich wurde hier das Ober-Schultheißenamt aller sechs Maindörfer, das Lagerhaus mit dazugehörigem Kran und die Kornschranne erbaut. Besondere Aufmerksamkeit genoss der Weinhandel.
www.marktsteft.de

Fest an der Seite der fränkischen Hohenzollern war die blühende Familie von Seckendorff. Christoph Ludwig Freiherr von Seckendorff-Aberdar ließ an seinem Sitz OBERNZENN nach aktiver Zeit als Premierminister und Ober-Vogt von Ansbach 1756 den Westflügel des Blauen Schlosses errichten. Dadurch ergab sich in Obernzenn optisch eine Dreiflügelanlage. Noch heute wird das Anwesen durch die Erbauerfamilie bewohnt.
www.obernzenn.de

Zentrum des Fürstentums war die namensgebende Hauptund Residenzstadt ANSBACH. Der Hofarchitekt Leopoldo Rettÿ entwickelte unter der Regierung Markgrafs Carl Wilhelm Friedrich Ansbach zu einer barocken Vorzeigestadt. Es entstanden in der Altstadt etwa das Gymnasium Carolinum, die Hofkirche St. Gumbertus und die Synagoge. Aus der Überbauung des Onolzbachs entstand die Promenade als Prachtstraße. Das Schloss als Hauptaufgabe wurde 1738 fertiggestellt.
www.ansbach.de

TRIESDORF war zunächst im Besitz der Familie von Seckendorff. Markgraf Albrecht Achilles übernahm Schloss und Gut 1469 als Mannlehen, im Jahr 1600 wurde der Ort schließlich von Markgraf Georg Friedrich dem Älteren gekauft. Unter dem ersten Markgrafen der neuansbachischen Linie Joachim Ernst wurde hier 1615 eine Falknerei eingerichtet, die bis zum Ende der Markgrafenzeit Bestand haben sollte.
www.weidenbach-triesdorf.de

GUNZENHAUSEN war als Oberamtsstadt ebenfalls Hauptstadt des Fürstentums Ansbach. Markgraf Carl Wilhelm Friedrich baute die Stadt zu einer Nebenresidenz aus und errichtete hier, neben Triesdorf, ein zweites Falkenhaus. Obristfalkenmeister und Oberamtmann von Gunzenhausen Ernst Wilhelm Anton von Heydenab ließ sich hier von Rettÿ-Nachfolger Hofbauinspektor Johann David Steingruber ein neues Palais errichten, exakt an der Stelle, wo eigentlich ein neues Rathaus geplant gewesen wäre.
www.gunzenhausen.de

Markgraf Carl Wilhelm Friedrich, der sog. Wilde Markgraf, hatte in Elisabeth Wünsch eine Nebenfrau. Ihre beiden Söhne und die überlebende Tochter wurden mit dem Namen Falkenhausen ausgestattet und in den Freiherrnstand erhoben. WALD ist bis heute Stammsitz der Familie von Falkenhausen. Erbaut wurde das Schloss von Carl Friedrich von Zocha, dem Vertrauten von Markgräfin Christiane Charlotte.
Online-Informationen zu Wald

Schloss und Garten DENNENLOHE wurde für den Nürnberger Großkaufmann Paul Martin Eichler erbaut, der sich den Titel Freiherr von Auritz durch kaiserliches Dekret zulegte. Für diese Aufgabe konnte es keine bessere Adresse geben als den Ansbacher Hofarchitekten. Nach Fertigstellung schenkte Markgräfin Friederike Louise aus ihrem Hofgarten in Unterschwaningen Spargelpflanzen, Apfel- und Birnbäume für den Dennenloher Schlossgarten.
www.dennenlohe.de

Markgräfin Friedrike Louise, die Ehefrau von Carl Wilhelm Friedrich, war eine geborene preußische Prinzessin. Während ihr Mann Hochfürstliche Durchlaucht war, legte sie Wert auf den Titel Königliche Hoheit. In UNTERSCHWANINGEN ließ sie von Leopoldo Rettÿ ihr Mustergut mit Brauerei, Schäferei, Gärtnerei und Hofkirche erbauen. Außerdem erweiterte sie die Schlossbibliothek maßgeblich, zeigte dabei großes Interesse für Ökonomie und Musik.
www.unterschwaningen.de